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Dubais Geschichte


Dubai ist heute eine weltweit bekannte Metropole am Persischen Golf. Diese Region ist, obwohl die Stadt Dubai noch recht jung ist, von einer sehr langen historischen Entwicklung geprägt. Der Name Dubai bedeutet Treffpunkt und lässt darauf schließen, was die frühe Siedlung am Dubai Creek einst war.

Die ersten menschlichen Spuren, die sich in der Region am persischen Golf archäologisch fassen lassen, sind schon über 7.000 Jahr alt. Schon zu dieser Zeit gab es einzelne Siedlungen entlang der Küste. Bei Ausgrabungen hat man diverse Funde zu Tage gefördert, die auf eine Steinzeitkultur schließen lassen. Tausend Jahre später um 2.000 vor Christus, also mitten in der Bronzezeit, hat man in dieser Gegend Kupfer abgebaut und Weihrauch angepflanzt. Es existierten Verbindungen bis in das blühende Zweistromland. Hier liegen wohl die Wurzeln der alten Handelstradition, die bis heute fortbesteht.

In den letzten Jahrhunderten von Christus Geburt lässt sich ein rasantes Bevölkerungswachstum feststellen, welches auf die Verbesserung der Ernährungslage, durch neue Bewässerungstechniken, zurückzuführen ist. Um 240 nach Christus dehnten die Sassaniden ihren Herrschaftsbereich aus. Im 6. Jahrhundert nach Christus entstanden entlang der gesamten Ostküste der Arabischen Halbinsel Handelsniederlassungen, auch am Dubai Creek trafen sich die Karawanen. Im inneren der Halbinsel gab es verschiedene Beduinenstämme, die als Nomaden lebten.

Kurz darauf kam wieder erneut Bewegung in die region, als im 7. Jahrhundert der Religionsgründer und Prophet Mohammed den Islam begründete und daraufhin die gesamte Arabische Halbinsel islamisiert wurde. Fast gleichzeitig lässt sich eine Ausweitung der Handelstätigkeit feststellen, die sogar bis nach China, wegen des Porzellan, ausgebreitet wurde. In der Region selbst wurden Perlen gefördert und Weihrauch angebaut.

Im 15. Jahrhundert begann dann die europäische Expansion, in deren Entwicklung die Portugiesen in diesem Landstrich ankamen. Als diese begannen ihr Stützpunktsystem auszubauen, um ihren Handel zu sichern, gewannen sie auch Einfluss in dieser Region. Viele Städte im Oman wurden erobert. In den nächsten 200 Jahren finden immer wieder Kämpfe zwischen den beiden Konkurrenten Oman und Portugal statt. Als Sieger ging der Oman hervor, der zu einer Großmacht aufsteigen konnte.

Im 18. Jahrhundert wurde dann von der Beduinenfamilie Qawassim der Norden der Region beherrscht und diese führten des öfteren Piratenangriffe gegen britische Schiffe durch, die ab nun immer einflussreicher in dieser Region werden sollten. Die Briten führten 1805 einen Krieg gegen die oben genannte Beduinenfamilie Qwassim und dehnten ihren Machtbereich hier aus. Sie schlossen 1820 den so genannten „General Treaty of Peace“ - Vertrag mit den regionalen Herrschern, um die Piraterie einzudämmen.

Im Jahre 1822 wird die Siedlung Bar Dubai zum ersten Mal erwähnt. Sie wird als ein kleines Dorf beschrieben, das von einer niedrigen Lehmmauer umgeben ist. Elf Jahre später siedelt Maktoum bin Butti mit seinen Gefolgsleuten in Dubai und erklärt es für unabhängig von Abu Dhabi – die Dynastie der al-Maktoum wird gegründet. Diese Familie beherrscht das Emirat bis heute. Einige Jahre später, 1835, unterzeichneten die Scheichs von Abu Dhabi, Ajman, Dubai und Sharjah den „Maritime Truce“, der von Großbritannien überwacht wird. Damit wurde gewährleistet, dass in der Perlentauchsaison keine Kämpfe zwischen den Scheichtümern stattfinden. Dieses Abkommen wurde in den folgenden Jahren immer wieder verlängert und weitere Verträge geschlossen. So kam es im Schatten der Hegemonialmacht Großbritannien zu einer Stabilisierung.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts musste sich Großbritannien gegen andere Kolonialmächte, wie zum Beispiel Frankreich und Russland behaupten. Aus diesem Grund wurde ein Vertrag mit einigen Scheichtümern geschlossen. Dieses „Exclusive Agreement“ wurde unter anderem von Abu-Dhabi und Dubai unterzeichnet, die nun unter dem Schutz der Engländer standen, aber dafür nur Kontakt zu ihnen haben durften.

Schon im Jahre 1894 erkannten der Scheich in Dubai die Bedeutung einer guten Wirtschaftspolitik und förderte den Handel mit großzügigen Steuer- und Zollfreiheit. Ein besonderer Vorteil wurde daraus, als Persien 1902 seine Steuern und Zölle erhöhte und so viele persische Händler sich in Dubai ansiedelten.

Zwanzig Jahre später sollte eine neue Zeit für diesen Teil des Kontinents beginnen. Im Iran und Irak wurde Erdöl gefunden und somit das Ölzeitalter im Orient eingeleitet. In Dubai gewährte man Großbritannien Exclusivrechte für Ölbohrungen und schloss die ersten Verträge mit Firmen.

Diese Wendung kam für die Region im denkbar besten Zeitpunkt. In den dreißiger Jahren wurde die arabische Perle zunehmend von der japanischen Zuchtperle vom Weltmarkt verdrängt. Im Jahre 1946 eröffnet die Brithish Bank of Middle East in Dubai, ein weiterer Grundstein zum heutigen Finanzzentrum.

1958 ist ein Schicksalsjahr für Abu-Dhabi, denn in diesem Jahr wurde nun endlich Öl gefunden. Im gleichen Jahr stirbt der Herrscher Saeed bin Maktoum al Maktoum von Dubai und sein Sohn Rashid wird der "Begründer des modernen Dubai".

Im Jahre 1966 wurden in Dubai nun auch Erdöl gefunden. Zwei Jahre später verkündete die Kolonialmacht England, sich auch allen Gebieten östlich des Suez zurückzuziehen, geplant wurde dieser Schritt bis 1971. Ab 1969 gehörte Dubai nun zu den Erdölexporteuren und die Pedrodollars begannen ebenfalls zu sprudeln.

Als nun das Jahr 1971 gekommen war, sollte sich einiges politisch ändern, denn England überließ die Region in die Souveränität. Die sechs Emirate Abu Dhabi, Dubai, Sharjah, Ajman, Fujairah und Umm al-Qaiwain schlossen sich nun zu den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), einer Staatenföderation, zusammen. Hauptstadt wurde Abu Dhabi City. Zehn Jahre später organisierten sich die Golfstaaten Oman, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrein, Katar und Kuwait im GCC (Golf Cooperation Council).

Im Oktober 1990 stirbt Scheich Rashid bin Maktoum al-Maktoum und sein Sohn Maktoum al-Maktoum wird neuer Herrscher von Dubai. Nur kurze Zeit später begann der zweite Golfkrieg und die Emirate stellten sich an die Seite der USA. Mit Frankreich und Großbritannien schlossen die VAE einen militärischen Pakt, der im Kriegsfall gegenseitige Hilfe garantierte. Gegen Ende der Neunziger wird den Machthabern in Dubai bewusst, dass es eine Zeit nach dem Öl geben wird und man beginnt sich darauf vorzubereiten. Die Möglichkeiten zu Handel und Tourismus werden ab nun massiv ausgebaut. Als Folge dieser Entwicklung wird 1999 das Burj al-Arab, das bis dahin luxuriöseste Hotel der Welt eröffnet, sowie das Luxusresort Madinat Jumeirah und viele weitere beeindruckende Bauprojekte (Palm Islands und The World). Im neuen Jahrtausend wurde die Dubai Internet City gegründet, eine Freihandelszone für den eBussiness, die eine ganze Branche in den Wüstenstaat zieht soll. Dieser wirtschaftlich sehr wichtige Schritt soll nur einer der ersten gewesen sein. Während des Dritten Golfkriegs im Jahr 2003 bleiben die VAE neutral.

Im Jahr 2006 verstarb der Herrscher Maktoum bin Rashid al-Maktoum und sein Bruder Muhammad bin Rashid al-Maktoum hat das Amt übernommen.